365 Tage Dauerfeuer auf Allergiker

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Kosten in Europa von ca. 100 Milliarden Euro jährlich

365 Tage Dauerfeuer auf Allergiker

Ca. 20-25% der Deutschen leiden unter Allergien - Tendenz steigend

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem besonders stark auf körperfremde Substanzen wie z.B. Pollen, Tierhaare, Nahrungsmittel oder Insektengifte. So unterschiedlich der Auslöser einer Allergie sein kann, so vielfältig sind auch die auftretenden Symptome. Von einer laufenden Nase, juckenden und brennenden Augen über Probleme mit der Atmung, Hautreaktionen oder Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu einem anaphylaktischen Schock ist alles möglich.
Unser Immunsystem verfügt über verschiedene Abwehrstrategien, um mit unerwünschten und gefährlichen Eindringlingen wie Bakterien oder Viren fertig zu werden. Eine der effektivsten Strategien ist, die Eindringlinge oder auch Antigene mit Antikörpern (werden von einer Klasse weißer Blutzellen, den B-Lymphozyten, produziert) zu fangen und zu vernichten. Tritt eine allergische Reaktion auf, spricht man statt vom Antigen vom Allergen.
Beim ersten Kontakt zwischen Allergen und Immunsystem geschieht meistens noch nichts. Erst beim zweiten Kontakt kommt das Immunsystem richtig in Fahrt und schickt dem Allergen alles entgegen, was es aufbieten kann. Die Antikörper treffen im Lymphsystem, in den Atemwegen, in der Nasen- und Mundschleimhaut und im Darm auf die sogenannten Mastzellen. Diese enthalten Botenstoffe, wie z.B. das Histamin. Die Antikörper sehen aus wie ein Ypsilon - ein Bein und zwei Arme. Das Bein dockt an der Mastzelle an, während die Arme auf der Jagd nach den Allergenen sind. Haben zwei Antikörper ein Allergen gefangen, gibt die Mastzelle die Botenstoffe frei. Gelangen diese in das umliegende Gewebe, verursachen sie kleine Entzündungen und die Blutgefäße erweitern sich. Die Symptome wie z.B. Juckreiz, Niesreiz, Hautreaktionen oder tränende Augen zeigen, wo sich dieser Vorgang im Körper gerade abspielt. Beim allergischen Asthma verengen sich die Atemwege, sodass die typische Atemnot auftritt. Lebensgefährlich wird es, wenn der Kreislauf zusammenbricht. Man spricht hier vom anaphylaktischen Schock.

Ursachen
Man kann also bei einer allergischen Reaktion des Immunsystems von einer Fehlregulation und einer nicht angebrachten Abwehrreaktion sprechen. Warum das Immunsystem so reagiert, ist bis heute nicht erwiesen. Sicherlich sind die Ursachen für eine Zunahme der Allergien zum Teil auf eine steigende Belastung von Fremdstoffen in der Umwelt und veränderte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen. Besorgniserregend ist vor allem die Zunahme der Allergien im Kindesalter. Ein Grund dafür könnte eine übertriebene Hygiene in den ersten Lebensjahren sein. Wissenschaftler haben belegt, dass Stadtkinder viel häufiger an Allergien leiden als Kinder, die in ländlichen Bereichen schon frühzeitig mit den zahlreichen Einflüssen von Pollen und Tierhaaren in Berührung kommen.

Allergiekarriere
Es klingt zwar makaber aber leider ist eine Allergiekarriere möglich. Nämlich dann, wenn sich die Abwehrreaktionen auf andere Stoffe ausdehnen, die bisher toleriert wurden und so noch stärkere Beschwerden hervorrufen. Es kann allerdings auch das Gegenteil passieren. Je länger sich der Betroffene mit der Allergie arrangiert, kann sich die Intensität der Reaktionen abschwächen. Eine weitere Gefahr besteht, wenn sich der Schauplatz der Allergie verlagert. Bei ca. 40 % der Menschen mit Heuschnupfen kann sich ein allergisches Asthma entwickeln. Dies kann nur verhindert werden, wenn eine angemessene Behandlung durchgeführt wird.

Welche Therapien helfen?
Das Beste wäre natürlich, erst gar nicht mit dem Allergen in Kontakt zu kommen. Da dies z.B. bei einer Pollenallergie äußerst schwierig ist und man dann noch genau wissen muss, auf welche Allergene man reagiert, sollte dies zuerst herausgefunden werden. Hier stehen verschiedene Testverfahren wie der Reibetest, der Pricktest, der Intrakutantest, der Epikutantest oder der Scratch-Test zur Verfügung. Die zur Zeit wirksamste Therapieform, die bei Heuschnupfen, Tierhaarallergien etc. angewandt wird, ist die Hypo- bzw. Desensibilisierung. Aber auch auch im Bereich der „Alternativen Therapien“ gibt es viele erfolgreiche Ansätze im Bereich der Allergiebekämpfung. Z.B. die Bioresonanztherapie (sie hat meinem Sohn und mir vor zwanzig Jahren geholfen, unsere Neurodermitis auf Dauer los zu werden - der Autor). Sie sehen also, dass es Möglichkeiten gibt, allergiefrei zu werden. AHB