Sonne und pflanzliche Naturheilmittel gegen Depressionen

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Lustlos und Konzentrationsstörungen?

Sonne und pflanzliche Naturheilmittel gegen Depressionen

Johanniskraut mit antidepressiver Wirkung

Wer häufig lustlos ist, schlecht schläft oder über Konzentrationsstörungen klagt, leidet möglicherweise unter einer depressiven Verstimmung. Nach einer Emnid-Umfrage ist etwa jeder Vierte in Deutschland davon betroffen. Halten depressive Zustände über einen längeren Zeitraum an oder verlaufen sie schwer, sollte professionelle Hilfe gesucht werden. Bei leichten bis mittelschweren Verstimmungen ist das aber nicht immer nötig. Sie lassen sich auch mit natürlichen Methoden wirksam lindern.

Wer seine Stimmung aufhellen will, sollte auch viel Zeit im Freien, am besten bei Sonnenschein verbringen. Helles Licht ist ein wichtiger Impulsgeber für unseren Körper und hat damit großen Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Unter den pflanzlichen Arzneimitteln kann Johanniskraut (Hypericum perforatum) auf eine lange Tradition zurückblicken. Seit dem frühen 19. Jahrhundert ist seine antidepressive Wirkung bekannt, die auch wissenschaftlich überprüft wurde.

Bislang wurde davor gewarnt, sich während der Behandlung mit Johanniskraut der Sonne auszusetzen. So enthalten Beipackzettel zu Johanniskraut-Präparaten den Hinweis, dass es durch Photosensibilisierung zu sonnenbrandähnlichen Effekten kommen kann. Der Grund: Bei weißen und hellhäutigen Weidetieren, die Johanniskraut-haltiges Heu fraßen, kam es zu verbrennungsähnlichen Hauterscheinungen.

Neuere Forschungsergebnisse belegen jetzt aber, dass derartige Reaktionen beim Menschen erst bei sehr hohen Dosen zu erwarten sind. Um Verbrennungen zu provozieren, müsste Johanniskraut in einer 30 Mal höheren Dosis eingenommen werden als in der Therapie üblich. Johanniskraut und Sonne können also bedenkenlos kombiniert werden.

Quelle: pnm