Kinder früh an eine ausgewogene Ernährung gewöhnen

Bilder (1)

  • (Copyright: targovcom)

So schmeckt es auch dem Nachwuchs

Kinder früh an eine ausgewogene Ernährung gewöhnen

Tipps für einen höheren Gemüse- und Obstverzehr

„Das mag ich aber nicht“ – diesen Satz kennen Eltern von ihrem Nachwuchs nur allzu gut, wenn beim Essen Gemüse auf den Teller kommt. Denn viele Kinder mögen kein Grünzeug. Bei Obst greifen die Kleinen zwar etwas beherzter zu, dennoch gibt es Kinder, die auch Bananen & Co. ablehnen. Hält die Abneigung längere Zeit an, leidet die für eine gesunde Ernährung wichtige Versorgung mit Vitaminen, Mineral- und sekundären Pflanzenstoffen. Mit ein paar Tricks gelingt es Eltern jedoch zumeist, ihre Kinder zu einem höheren Gemüse- und Obst-Verzehr zu bewegen.
Werden beispielsweise nur einzelne Gemüsesorten abgelehnt, andere aber nicht, sollten die beliebten Arten einfach öfter angeboten werden. Bei den weniger beliebten Varianten hilft nach Angaben des Verbandes für Unabhängige Gesundheitsberatung (Gießen) allerdings nur eines: gut verstecken. Dafür sind insbesondere Soßen und cremige Suppen ideal geeignet. So fallen pürierte Möhren, Sellerie oder Zucchini weder in einer Tomatensoße noch in einer Kartoffelsuppe auf. Auch in Bratlingen, Kartoffelpuffern oder herzhaften Muffins bleiben geriebene Gemüsesorten gut verborgen. Darüber hinaus sollten Eltern ausnutzen, dass Kinder gerne mit den Fingern essen: Gemüse als mundgerecht kleingeschnittenes Fingerfood in einen Dip zu tunken, macht auch Frischkost-Muffeln richtig Spaß. Zudem lieben die Kleinen lustig dekorierte Teller. Wenn rohe Gemüsestücke zu einem Türmchen, einem Gesicht oder einer Schlange angeordnet werden, fällt das Zugreifen gleich viel leichter. Um dem Nachwuchs Obst schmackhaft zu machen, können klein geschnittene Obststücke zum Naschen auf einem Teller bereitgestellt werden. Außerdem lassen sich Kinder gerne von eisigen Erfrischungen überzeugen: Weiche Obstsorten wie Kiwis, Mangos oder Honigmelone eignen sich gut zum Pürieren und anschließenden Einfrieren. Die fruchtigen Eiswürfel können dann Mineralwasser aufpeppen oder einfach so gelutscht werden.
Eine weitere Möglichkeit, Kindern die gesunden Pflanzenstoff- und Vitaminspender nahe zu bringen, stellen Gemüse- und Obstsäfte dar. Laut den Experten vom Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund (FKE) kann eine Portion Gemüse oder Obst pro Tag auch durch ein Glas Saft ersetzt werden. Dabei sollten die Säfte allerdings bevorzugt in Glas- und nicht in PET-Flaschen gekauft werden. Der Grund: Glas ist im Gegensatz zu Kunststoff hundertprozentig sauerstoff- und gasdicht, so dass die wertvollen Inhaltsstoffe der Säfte selbst bei längerer Lagerung weitestgehend erhalten bleiben. Weiterer Pluspunkt: Glas ist ein reines Material, das nicht mit dem Inhalt reagiert. Bei Kunststoff können hingegen Wechselwirkungen mit dem Füllgut nicht ausgeschlossen werden.
(bbs/Fr).