Keine Panik, wenn die Panik kommt!

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Plötzlich auftrende Panikattacken

Keine Panik, wenn die Panik kommt!

Die Symptome sind sehr vielfältig

Sie kommen plötzlich und unerwartet, im Auto, zu Hause, im Büro oder im Urlaub. Die Rede ist von Panikattacken. Betroffene schildern die Attacken als plötzlich auftretende Angstanfälle, die wenige Minuten bis zu Stunden dauern können und als lebensbedrohlich empfunden werden. Die Symptome sind vielfältig und reichen von Atemnot über Herzrasen und einem Engegefühl in der Brust bis hin zu Schweißausbrüchen und dem Gefühl „neben sich zu stehen“.
Körperliche Ursachen für die Angstzustände können Schilddrüsenfehlfunktionen, Vitamin B1-Mangel, Lebererkrankungen oder ein gestörter Kalziumhaushalt sein. Auch im Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter Medikamente, wie Schilddrüsenpräparate, Antidepressiva, Antihistaminika oder Herz-Kreislauf-Mittel können Panikattacken auftreten. Psychische Faktoren wie Stress, zum Beispiel nach einer Trennung, bei Verlust des Arbeitsplatzes oder bei Todesfällen im engeren Umfeld können ebenfalls die Angstbereitschaft erhöhen. Ebenso
spielt die Persönlichkeitsstruktur eine Rolle: Menschen, die keine Grenzen setzen können und Schwierigkeiten haben, ihren Ärger auszudrücken, können ebenso gefährdet sein, wie solche mit erhöhten Ansprüchen an sich selbst.
Besonders häufig betroffen sind Studierende. Laut einer Forsa-Umfrage, die von der Techniker Krankenkasse beauftragt wurde, erleidet jede fünfte Studentin im Laufe ihres Studiums eine Panikattacke und jeder siebte Student. Phasen tiefster Verzweiflung kennen 28 Prozent der weiblichen Studierenden und 19 Prozent der männlichen. Die Umfrage wurde in den Bereichen Ingenieurs-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften durchgeführt.
Die Behandlung der Panikattacken setzen zum einen bei den auslösenden Bedingungen für die erste Panikattacke an: Die Betroffenen lernen Strategien, wie sie mit bestimmten Stresssituationen umgehen können. Der zweite Ansatz erfolgt nach dem Motto: „Wo die Angst ist, geht es lang!“. Die Betroffenen lernen anhand der Konfrontationstherapie, wie die körperlichen Symptome und die auftretenden Ängste einzuordnen sind. 
Wichtig ist es, sich nach der ersten Panikattacke psychologische Hilfe zu holen. Damit man lernt, dass aus einer einzelnen Panikattacke kein ganzes „Panikorchester“ werden muss!