Diabetes und der stumme Herzinfarkt

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Wirkstoff Benfotiamin lindert Beschwerden

Diabetes und der stumme Herzinfarkt

Nervenschädigung verhindert Schmerzempfinden

Wer an Diabetes leidet, muss auch mit gefährlichen Folgeerkrankungen rechnen - zumindest dann, wenn man nicht rechtzeitig etwas dagegen unternimmt. Geschädigt werden können die Nerven, die Blutgefäße und das Herz-Kreislauf-System.
Rund 75 Prozent der Herzinfarktpatienten leiden auch unter einem gestörten Zuckerstoffwechsel. Und bei Diabetikern verläuft der Infarkt häufig stumm. Das heißt, er verursacht keine typischen Schmerzen und wird somit oftmals nicht erkannt. Wer zuckerkrank ist, bisher aber keine bekannten Herzprobleme hatte, ist mehr als doppelt so häufig von einem stummen Infarkt betroffen wie beschwerdefreie Patienten ohne Diabetes. Das ergab eine Studie von Wissenschaftlern um Wilbert S. Aronow vom New York Medical College.
Ursache des stummen Herzinfarktverlaufs ist eine Nervenschädigung, eine sogenannte Neuropathie, die dazu führen kann, dass das Herz keine warnenden Schmerzen signalisiert. Diabetiker tragen ein besonders hohes Risiko, eine Neuropathie zu bekommen, da auch die Nerven unter den erhöhten Blutzuckerwerten leiden.
Die Neuropathie äußert sich meist zuerst an den Füßen oder Händen durch ein Kribbeln, Brennen, durch Schmerzen oder Taubheitsgefühle. In der Folge kann sich auch ein diabetischer Fuß mit offenen Geschwüren entwickeln.

Der Blutzuckerspiegel muss gesenkt werden
Ursache all dieser Folgeerkrankungen ist der erhöhte Blutzucker, der in aggressive Abbauprodukte umgewandelt wird. Dadurch können Nerven und Gefäße geschädigt werden. Dies kann vermieden werden, wenn man den Blutzucker wieder auf normale Werte bringt. Ein spezielles Bewegungsprogramm und eine Ernährungsumstellung sind unausweichlich - und meist auch die Einnahme von Medikamenten.

Benfotiamin schützt
Die Bildung der schädlichen Zucker-Abbauprodukte kann zusätzlich durch den vitaminähnlichen Wirkstoff Benfotiamin gehemmt werden. So kann Schäden an Gefäßen und Nerven entgegengewirkt und die Nervenfunktion verbessert werden. Bei dem Wirkstoff handelt es sich um eine fettlösliche Vorstufe des Vitamins B1, die dank ihrer Struktur deutlich besser vom Körper aufgenommen wird als das gewöhnliche Vitamin B1. Erhältlich ist es beispielsweise als „milgamma protekt“ rezeptfrei in der Apotheke.
Brennen, Kribbeln, Schmerzen und Taubheitsgefühle werden durch die Einnahme von Benfotiamin gelindert. Nerven und Blutgefäße können vor der schädlichen Wirkung des Blutzuckers geschützt werden. Je früher man mit der Therapie beginnt, umso besser.
„Neben der medikamentösen Behandlung, etwa mit Insulin, kann man den Körper mit dem Wirkstoff Benfotiamin gegen die Folgen der Zuckerkrankheit unterstützen, denn er wirkt den Störungen ursächlich entgegen“, wie Professor Dr. Burkhard Herrmann, Facharzt für Innere Medizin, Diabetologe und Endokrinologe aus Bochum, weiß. Unter http://tinyurl.com/cluquzh gibt es mehr Informationen. (mpt-236)