In-Line: Unsichtbar und effektiv Zahnfehlstellungen korrigieren

Bilder (3)

  • (Copyright: Hemera Technologies)

Schienentherapie für schöne und gerade Zähne

In-Line: Unsichtbar und effektiv Zahnfehlstellungen korrigieren

Kleine Schritte führen zum Erfolg

Im Jahr 2005 hat ZTM Volker Hinrichs vom Rasteder KFO Spezial- Labor die nahezu transparente In-Line Schienentherapie entwickelt, die auf eine Idee des Kieferorthopäden Dr. H. D. Kiesling zurück geht. Jedoch haben die Rasteder in In-Line einige zahntechnische Tricks umgesetzt, welche diese Schienentherapie zu einer preisgünstigen und effektiven Therapie für bestimmte Indikationen in der Erwachsenen-KFO macht. In den vergangenen Monaten hat das Meisterlabor den Fertigungsprozess für die Schienen digitalisiert, so dass der therapeutische Erfolg noch vorhersagbarer wird.

Indikation und Verantwortung

Klassische Anwendungsgebiete für die Schienen aus dem Rasteder Labor sind der Diastemaschluss (Diastema - Abstand zwischen den Zähnen besonders zwischen den oberen mittleren Schneidezähnen), das Aufheben geringer bis mittlerer Engstände im Frontzahnbereich, frontale Rotationsstände, der Lückenschluss nach Frontzahnextraktion im Unterkiefer und die bukkale (in Richtung zur Wange) Nonokklusion (teilweises (Infraokklusion) oder vollständiges Nichtzusammentreffen (Malokklusion) der Zahnreihen oder einzelner Zähne) einzelner Zähne. Geht es um das Auflösen von Engständen, wird in vielen Fällen eine zusätzliche approximale Schmelzreduktion (Reduzierung des Zahnschmelzes zweier benachbarter Zähne, um eine größere Berührungsfläche zu erhalten) vorgenommen. Ebenso kommt die In-Line Therapie in Frage als Vorbehandlung für eine prothetische Versorgung mit Veneers und für die Erweiterung von Zahnlücken, um anschließend ein Implantat setzen zu können. Für eine leichte Intrusion oder Extrusion einzelner Zähne bietet In-Line jeweils eine spezielle Sonderschiene an. Die Retentionsschiene im Anschluss an die Behandlung, sorgt für den dauerhaften Erfolg.
Doch nicht jede Korrektur kann mit der In-Line Therapie erreicht werden. Daraus machen die Rasteder kein Geheimnis. Die Zahntechniker kommunizieren offen auch die Grenzen der Schienenbehandlung. Wird ein Ziel vielleicht nicht erreicht oder bleibt die angestrebte Situation hinter den Wünschen des Patienten zurück, dann besprechen die Techniker den Sachverhalt mit dem Kunden. An diesem Punkt fühlt sich das Rasteder Team verantwortlich. So betont Volker Hinrichs: „Uns ist es wichtig, dass die mit In-Line begonnen Behandlungen tatsächlich zum geplanten Erfolg führen. In schwierigeren Fällen überlegen wir gemeinsam mit unseren Kunden, um die möglichst beste Lösung für ihre Patienten zu finden,“ erklärt Volker Hinrichs. „Sollte die Schienentherapie nicht umsetzbar sein, gehen wir auch kein Risiko ein.“ Abzuraten ist diese Therapie beispielsweise bei Molarendistalisationen, Bissverlagerungen, transversalen Erweiterungen oder Kompression.

Effektiv und komfortabel

Der Patient trägt eine Schiene über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen. Pro Schiene kann eine Zahnbewegung bis zu 0,7 mm erreicht werden – vorausgesetzt der Patient hält die empfohlene Tragedauer von mindestens 18 Stunden am Tag ein. Dass eine solche Größenordnung in der Zahnbewegung nicht mit geschlossenen, komplett starren Schienen zu erreichen ist, erscheint logisch. Die Kraft auf die Zähne wäre einfach zu groß und zu schmerzhaft für den Patienten. Deshalb versehen die Rasteder jede Schiene mit einem Entlastungsschlitz, der ihr eine langhubigere elastischere Kraft gibt.

Exakte Planung und 3D-Technologie

Sobald das Labor die Gipsabdrücke des Patienten mit den Planungs- und Behandlungsunterlagen des Behandlers erhält, überprüfen die qualifizierten Techniker die Unterlagen. Zeichnet sich eine Änderung in der Planung ab, melden sie sich sofort bei dem Kunden. „Wir greifen gerne zum Telefon, um mit unseren Kunden die Abweichungen in der Planung zu besprechen und die optimale Lösung zu finden,“ ergänzt Volker Hinrichs, „uns ist dann der persönliche Draht zum Kunden sehr wichtig.“ Haben die Techniker das anfängliche Modell manuell erstellt, erfasst ein dreidimensionaler Scanner zunächst die Daten. Anschließend geschieht die Umstellung der Zähne rein virtuell am Computer. Eine speziell für In-Line programmierte Software berechnet exakt jede Zahnbewegung zwischen der Ist- und Sollsituation. Die Berechnungsgröße ist auf ein Zehntel Millimeter genau und damit wesentlich präziser als die manuelle Umstellung. Mit fortschreitender Planung am Rechner entsteht das dreidimensionale Bild der Endsituation. Dieses Bild erhalten die Behandler zusammen mit der errechneten Anzahl der benötigten Schienen. So kann den Patienten bereits vor Beginn der Therapie ein sehr genauer Eindruck über die spätere Zahnstellung vermittelt werden. Das Ergebnis wird dadurch für die Patienten viel nachvollziehbarer und transparenter. Nach der Zustimmung des Behandlers und des Patienten zur Therapie folgt die Produktion des Schienensatzes. Dafür druckt ein dreidimensional arbeitender Plotter die errechneten Modelle für den späteren Schienensatz. Im letzten Arbeitsschritt stellen die Techniker die transparenten Schienen im Tiefziehverfahren auf den gedruckten Modellen her. Nach dem präzisen Ausarbeiten ist der In-Line Schienensatz fertig! Weitere Informationen finden Sie unter: www.inline-schiene.de